Künstler*innen mit Behinderungen bringen neue Impulse in den künstlerischen Markt. Ihre
Beteiligung verändert Sehgewohnheiten, stellt Abläufe in Frage und entfacht neue künstlerische
Diskussionen. Deswegen verfolgt die BKM gemeinsam mit dem Verein EUCREA e.V. das Ziel, den Kreativmarkt für Künstler*innen mit Behinderung zugänglicher zu machen.
In dem vierjährigen Zeitraum soll eine Servicestelle für künstlerische Arbeit und Ausbildung von Künstler*innen mit Behinderung in Hamburg aufgebaut werden. Diese erste Phase zielt darauf ab,
• eine strukturelle Verstetigung von inklusiver Bildung an den beteiligten Hochschulen in Hamburg zu erreichen
• die für assistierte Bildung und künstlerische Arbeit notwendigen Rahmenbedingungen für die Teilnehmenden aufzubauen, wie z.B. die Organisation, Finanzierung und Umsetzung individuell benötigter Assistenzleistungen
• künstlerische Assistierende zu qualifizieren und eine flankierende Infrastruktur aufzubauen, die eine spätere berufliche Beschäftigung der Teilnehmenden im Kultursektor ermöglicht
• das Hochschulsystem hinsichtlich Zugänglichkeit, Lehrformen sowie Lehr- und Leistungsnachweisen zu hinterfragen und neue und zu erweiternde Erkenntnisse auf andere Bildungsinstitutionen – auch außerhalb des künstlerischen Sektors – zu übertragen.
Die neu aufzubauende Servicestelle in Hamburg verfolgt das Ziel, Inklusion im Hamburger
Kulturbetrieb auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen zu verbessern. Dies bedeutet
insbesondere, dass Kreative mit Behinderungen an Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
teilhaben und einen Zugang zur künstlerischen Arbeitswelt erhalten. Menschen mit Lernschwierigkeiten sollen an der Hochschulbildung in Hamburg teilnehmen können, um den Bachelor-Abschluss und die Professionalisierung in einem bestimmten jeweiligen Fachgebiet zu erreichen.